Mojo
Die kanarische Küche hat vorzügliche Saucen in ihrem Sortiment, die sogenannte "Mojo" oder "Mojos". Diese Saucen tauchen bei vielen kanarische Gerichten als Dip oder Tunke auf. Da es "Mojo" in allen Geschmacksrichtungen, wie süß, mild, mittelscharft oder pikant gibt, sollte bei dem erstmaligen Verzehr jedoch auf die Art des Mojos geachtet werden. Es empfielt sich die Schärfe der Sauce vorsichtig zu probieren.
Auch in ihrem Feriendomizil müssen Sie nicht auf die typisch kanarische Küche verzichten, probieren Sie sich einfach selbst aus. Voraussetzung de
Die Grundzutaten eines jeden "Mojos" sind:
Öl, Knoblauch, Paprika, verschiedene Kräuter, wie meist Kümmel, Salz, Pfeffer und Essig
Danach kann jedes Mojo nach belieben verändert werden. Auch auf den Kanaren gibt es eine Vielzahl verschiedener Rezepte und Varianten. Viele Hausfrauen bekommen seit Jahren Ihre Rezepte von den Müttern überliefert.
Auf Teneriffa werden "Mojo verde" und "Mojo rojo" zu den bekannten "Papas arrugadas" gereicht.
"Mojo Verde" Rezeptvorschlag
Für uneren Rezeptvorschlag benötigen Sie:
- grobes Salz
- gehackter Koriander
- Knoblauchzehen, je nach belieben
- Kümmel
- grüne Peperoni
- Öl
- Essig
Man gibt etwas grobes Salz, einen Bund frischen, klein gehackten Koriander, ein paar Knoblauchzehen und eine Messerspitze Kümmel in den Mörser. Das Ganze gut zerstoßen und anschließend ein wenig grüne, scharfe Peperoni in Scheiben geschnitten dazugeben und verarbeiten, bis eine Art Paste entsteht. Diese mit einem großzügigen Schuss Öl und etwas weniger Essig aufgießen. Man kann auch etwas Weißwein dazugeben. Dies ist jedoch nicht unbedingt erforderlich.
Mojo colorado y picón – Roter oder scharfer Mojo
In dem hierbei unentbehrlichen Mörser zerstoßen wir ein halbes Dutzend Knoblauchzehen, einen halben Teelöffel Kümmel und ein wenig grobes Salz. Wenn das Ganze gut gebunden ist, geben wir eine halbe scharfe rote Peperoni dazu und verarbeiten diese ebenfalls. Anschließend geben wir etwas Paprikapulver dazu und verarbeiten diese Mischung mit Öl und Essig, in jeweils etwa eins zu drei Teilen, bis dieser die gewünschte Konsistenz erhält. Man kann dem „Mojo“ auch, bevor man das Öl dazugibt, etwas in Essig eingelegte Brotkrumen (diese etwas ziehen lassen) beifügen. Der „Mojo picón palmero“, was soviel wie „scharfer Mojo aus La Palma“ bedeutet, ist der bekannteste auf allen Inseln. Er wird mehr oder weniger auf die gleiche Weise zubereitet, nur werden hierbei Peperoni aus La Palma verwendet, die etwas größer sind, als die, die auf den restlichen Kanarischen Inseln vorkommen. Diese müssen jedoch vorher in etwas lauwarmem Wasser eingeweicht werden, um sie besser verarbeiten zu können.
Papas arrugadas
Wir bedecken die ungeschälten Kartoffeln mit Wasser (besser noch mit Meerwasser) und geben pro Kilo, etwas mehr als ein Viertel kg grobes Salz dazu. Es macht nichts, wenn wir von diesem zuviel verwenden, da die Kartoffeln nie mehr als das nötige Salz aufnehmen. Nun stellen wir den Topf auf das Feuer, bedecken die Kartoffeln mit einem sauberen Küchentuch oder Papier und geben den Deckel auf den Topf. So lassen wir die Kartoffeln zwischen 20 bis 30 Minuten kochen, bis diese gar sind. Anschließend gießen wir das Wasser ab. Die Kartoffeln im Topf lassen, noch eine gute Hand voll grobes Salz darauf geben und wieder auf das Feuer stellen, um diese zu trocknen. Den Topf dabei kräftig schütteln.
Escaddón – Scalded gofio – Gofio
Ein charakteristisches Element der „Kanarischen Küche“ ist der „Escaldón aus Gofio“ oder mit Brühe versetzter Gofio-, der als Beilage zu verschiedenen Gerichten mit Brühe, wie der Fischtopf und der „Puchero“. Serviert wird. Dies bedeutet lediglich heiße Brühe auf den „Gofio“ zu gießen und zu rühren, bis eine geschmeidige (sehr schmackhafte) Masse entsteht, die auch gut zum Hauptgericht passt.
Wir empfehlen jedoch folgende Vorgehensweise ob für Fleisch oder Fisch „Escaldón“-, durch die ein vorzügliches und überraschendes Resultat erzielt wird, auch für diejenigen, die diesen zum ersten Mal probieren. Wir geben den „Gofio“ in eine Schüssel und machen in der Mitte eine kraterartige Vertiefung. In der Pfanne braten wir ein paar Knoblauchscheiben goldgelb an, nehmen die Pfanne vom Feuer und fügen etwas Paprikapulver dazu. Anschließend das Ganze auf den Gofio geben und sofort etwas sehr heiße Brühe darüber gießen. Umrühren, bis eine gleichmäßige Masse entsteht. Diese sollte etwas dünner für „Puchero“ („Gemüseeintopf“) und etwas kompakter für Fischtopf ausfallen.


